Datenräume – Datenträume?
Shownotes
In dieser Folge mit dem Thema „Datenräume für die #BrauereiDerZukunft“ geht es die Kommunikationsfähigkeit und Kooperationsfähigkeit von Brauereien, um wirtschaftlich relevante Daten in digitalen Räumen nutzen können. Ein Gespräch von Dr. Lydia Junkersfeld, BRAUWELT, Christian Gradt und Dr. Michael Dino Eberhardt, Fa. Precogit aus Regensburg, mit Prof. Daniel Beverungen, Universität Paderborn, über die Notwendigkeit, heute die Voraussetzung für die digitale Zusammenarbeit von morgen zu schaffen.
In „Bier & Bytes - Gespräche über die Brauerei der Zukunft“ diskutiert BRAUWELT-Chefredakteurin Dr. Lydia Junkersfeld mit Dr. Michael „Dino“ Eberhard und Christian Gradt von der Fa. PRECOGIT in Regensburg aktuelle Herausforderungen unserer Branche - immer mit dem Fokus auf das Thema Digitalisierung und Transformationsprozesse.
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00:00:05:
00:00:12: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Biond Bytes, Gespräche über die Brauerei der Zukunft.
00:00:18: Heute zum Thema Datenräume!
00:00:21: Ich bin Lydia Junkersfeld, Chefredakteurin der Fachzeitschrift Brauweld.
00:00:26: Wir sprechen heute über das etwas abstrakte Thema Datenräume und ihren Nutzen für die Brauerrei der Zukunft Und dafür habe ich wieder kompetente Unterstützung von Michael Dino Eberhardt und Christian Grad von der Firma Precogit in Regensburg.
00:00:41: Hallo Lydian
00:00:42: Hallo, Lydia.
00:00:43: Als Experten für dieses Thema begrüße ich Professor Daniel Bewerungen vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der Universität Paderborn.
00:00:52: Guten Tag!
00:00:53: Ich freue mich hier zu sein.
00:00:55: Herr Prof.
00:00:55: Bewerung, ich habe gelesen dass Sie Inhaber des Lehrstühls für Wirtschaftsinformatik ins besondere betriebliche Informationssysteme der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Prodikan für Prozesse und Kooperation sind Und auch Vorstandsvorsitzender des Software Innovation Lab und Sprecher des Steuerkreises, der Software Innovation Campus Paderborn.
00:01:18: Das klingt jetzt für mich noch ein wenig abstrakt.
00:01:20: was genau ist denn Ihr Fachgebiet?
00:01:22: Und konkret was verbindet Sie mit dem Thema digitale Datenräume?
00:01:26: Ja ich bin von Hause aus Wirtschaftsinfamatiker habe Wirtschaftsinformatik in Paderborne studiert dann in Münster promoviert und beschäftige mich jetzt hier als Professor für Wirtschaftsinformatik mit vielen Facetten der Digitalisierung, insbesondere der Digitalisierung von Geschäftsprozessen oder auch digitalen Dienstleistungen.
00:01:45: Also wie können wir neue Produkte bekommen?
00:01:47: Neue Dienstleistung die digital sind in den Markt bringen und damit auch Geld verdienen?
00:01:51: Können wir da innovativ sein?
00:01:53: Und ich beschäftige mir auch mit ERP-Systeme also im klassischen Datenmanagement und Prozessmanagement in Kernprozesse und auch mit übergreifenden Prozessen und Daten, wie zum Beispiel in digitalen Plattformen und Datenräumen.
00:02:07: Und das Software Innovation Lab ist jetzt ein Zusammenschluss von forty-fünf Professorinnen und Professoren im Paderborn von verschiedenen Fakultäten und wir haben uns zusammen getan um einfach schlagkräftig zu sein und digitale Innovationen zu entwickeln und auch neue Themen zu besetzen und zu entwickelnd die für Deutschland wichtig sind, die für die Digitalisierung prägend sind.
00:02:28: Und dann haben wir noch Kooperation mit Unternehmen im Software Innovation Campus Paderborn, um dann auch Lösungen auf die Straße zu bringen.
00:02:36: Wir haben viele Anwendertialoge hier.
00:02:39: tauschen uns aus, darüber zur Frage zum Beispiel was könnten Datenräume für die Industrie bedeuten und was steckt da drin?
00:02:45: Was muss man vielleicht heute tun um sich auf den Weg zu machen.
00:02:49: Und die meisten dieser Unternehmen sind jetzt nicht in der Brauerei-Wirtschaft eigentlich so gut wie Keins aus.
00:02:54: Das sind Digitalisierungsunternehmen die da Brauereiprojekte haben.
00:02:58: Also üblicherweise beschäftige ich mich eher mit den Maschinen- und Anlagenbauern, anderen Tuninen.
00:03:02: Aber durch die Interaktion mit der PrecoGit und anderen Unternehmen habe ich so ein gewisses Grundlagenwissens von Brauereien.
00:03:08: Sagen wir mal so, gucke ansonsten aus der etwas generellen Perspektive auf Brauereihen.
00:03:14: Wir wollen uns ja heute mit dem Thema Datenräume beschäftigen Und Sie haben auch gerade schon von digitalem Plattform gesprochen.
00:03:21: Was genau ist eigentlich ein digitaler Daten?
00:03:25: Raum und wo unterscheidet er sich von der digitalen Plattform?
00:03:29: Also erstmal muss man jetzt sagen, dass ein Datenraum so etwas ist wie ein strategisches Vorhaben in Deutschland und in Europa.
00:03:36: Und ein Datenraum ist erst mal im Kern ein verlässlicher Raum, ein verlesslicher Rahmen, in dem Unternehmen jetzt Daten nach gemeinsamen Regeln die sie aber festlegen können austauschen Und ein Datenraum soll einfach ein souveräner Raum sein.
00:03:51: Also wenn ich jetzt als Unternehmen teilnehme, dass ich mir denke welche Daten die ich besitze möchte ich eigentlich mit anderen Unternehmen teilen um auch damit Geld zu verdienen aber auch um zu kontrollieren wer diese Daten für welchen Zweck sie verwendet werden und eine Vergütung dafür zu erreichen.
00:04:08: Ja, und das ist ja ein ganz anderes Prinzip als bei digitalen Plattform.
00:04:13: Also digitale Plattform im Business-to-Consumer Bereich kennen wir ja alle zum Beispiel Amazon.com oder Airbnb als Vermittlungsinstanz für Virenwohnungen, Virenhäuser.
00:04:23: Und das ist so dass eigentlich der Plattformbetreiber das Geschäft macht.
00:04:27: Ich habe auf der einen Seite Leute die wollen Vermietung machen und ich hab Leute was mieten wollen.
00:04:32: dann mache ich das Matchmaking und verdiene daran Geld als Plattform Und alle verdienen so ein bisschen mit, aber das wirkliche Geschäft steht ja in der Mitte beim Plattformbetreiber.
00:04:42: Und jetzt haben viele Unternehmen in Deutschland das ja beobachtet und sie haben auch festgestellt dass also die digitalen Plattformen international erdrückend erfolgreich sind... ...und wirklich alle anderen Mitbewerber marginalisieren.
00:04:54: Ja?
00:04:54: Und haben sich dann gedacht, das müsste doch auch im BtoB Bereich gehen!
00:04:57: Ja, damit haben wir uns ja auch schon eine gewisse Zeit lang beschäftigt.
00:05:00: In Wahrheit ist das aber so dass im BTOB Bereich dieses Geschäftsmodell nur selten funktioniert und auch sehr hohen Ressourceneinsatz erfordert.
00:05:08: Es haben einzelne Player versucht in Maschinen- und Anlagenbau, aber viele Plattformen sind wieder eingestellt worden.
00:05:14: Und das liegt auch darin, dass halt am Ende ein Plattform da verlitten webt, dass einer das Geschäft macht und alle anderen nur beteiligt sind.
00:05:22: Ja und das ist nicht so souverän, da macht man sich abhängig von den Inhabern von digitalen Plattformen.
00:05:27: Das diskutieren wir jetzt ja auch vielfach im Rahmen von Amazon zum Beispiel.
00:05:31: Im Handel denkt man sich jetzt in Europa – das müsste doch eigentlich anders möglich sein indem alle mitmachen dürfen, indem man einen Datenraum integriert der es nicht kontrolliert wird von einer einzelnen Instanz die das Geschäft alleine macht sondern da sollen alle mit machen dürfen ihre Daten verfügbar machen können, die Kontrolle behalten und einfach Teil dieses Ökosystems sein.
00:05:52: Und das ist auch deswegen in Europa sehr sozusagen aufs Schild gehoben als Souveränität, digitale Souveranität.
00:05:58: Ich
00:05:58: probiere das jetzt mal zu Übersetzen zusammenzufassen.
00:06:01: Das heißt ich definiere eine gemeinsame Datenbank die von allen genutzt wird und für dich die Regeln festlege wer Daten bereitstellt, wer Daten nutzen kann oder wo wie welche möglichen Geldflüsse stattfinden können.
00:06:17: aber klar es gibt ein gemeinsames Regelwerk Wer welche Daten zugreifen darf unter welchen Bedingungen.
00:06:23: Aber es gehört nicht einer Instanz, einer Person.
00:06:26: ist ein gemeinsam genügster Datenraum-Datenbank wie auch immer.
00:06:30: Ja das ist die Idee.
00:06:31: also man wird sozusagen Mitglied in diesen Datenrahmen bestimmt auch die Regeln mit natürlich nur als Einunternehmen von vielen.
00:06:39: aber am Ende muss jedes Unternehmen die Hoheit behalten dürfen über die Daten die man selber einstellt kann diese Daten kommerziell nutzen lassen kann, die Vermarkten können dafür Geld bekommen.
00:06:49: Und wenn sich herausstellt dass man die Daten nicht mehr bereitstellen möchte müssen sie auch da wieder runter genommen werden können ohne das die Wirklichkeit noch da sind.
00:06:58: also es geht um die Souveräne und kommerzielle Datenbereitstellung.
00:07:02: Gibt es Beispiele für solche Datenräume schon heute?
00:07:05: Also die man ein bisschen vielleicht auch schon kennt was da jetzt schon eine Rolle spielt in der Wirtschaft.
00:07:12: Also wir werden uns hier eher noch im Stadium von ersten Pilotprojekten, die jetzt auch auf der Ebene der Europäischen Union angestoßen worden sind.
00:07:20: Zum Beispiel ein Datenraum Mobilität in dem viele große Mobilitätsplayer sich zusammengeschlossen haben Deutsche Bahn, Automobilisten
00:07:29: usw.,
00:07:30: die gesagt haben jeder hat doch Daten zum Thema Verkehr und wie er fließt Und wenn wir die Daten kombinieren, dann können wir übergreifende Lösungen schaffen zum Beispiel multimodalen Verkehr.
00:07:40: Also ich fahre mit dem Auto und dann fahr' ich mit dem Zug.
00:07:42: Für die letzte Meile fahré ich noch mit einem anderen Verkehrsmittel.
00:07:46: Das müsste sich doch zusammenkombinieren lassen auf so einer systemischen Ebene also darüber hinaus, die irgendwelche Daten jetzt jeder Einzelsoße hat.
00:07:53: Sondern indem der sich zusammenschügen entsteht etwas Größeres und alle haben davon einen Vorteil.
00:07:58: Oder auch zum Thema Produktion gibt es erste Anstrengungen im Datenraum zu etablieren.
00:08:04: Wir selbst haben uns jetzt einige Jahre lang mit einem Datenraumkultur beschäftigt, auf dem z.B.
00:08:09: Daten über Spielstädten, Theater-, Oper- und so weiter ausgetauscht werden können damit man da eine ganzheitliche Sicht auf Kulturinsleistung hat.
00:08:18: Aber ja das ist schon recht!
00:08:19: Das sind schon erste Modellprojekte die unterwegs sind aber die Kommerzialisierung ist bisher nicht wirklich gelogen.
00:08:26: sprechen wir ja über den Nutzen auch für die Brauwirtschaft.
00:08:30: Wir sind hier ein brauwirtschaftlicher Podcast und die Frage geht dann zum Teil an euch, Dino und Christian.
00:08:37: Welche Beispiele kann man sich denn für die Bravo Wirtschaft vorstellen um solche Datenräume zu nutzen?
00:08:44: Ja, wir haben ja teilgenommen am Projekt Beverly Green und eine der großen Herausforderungen ist die Mehrweg-Logistik wo es darum geht was mein Lehrguthäuter und wie kommt dieses Lehrgut wieder zurück zur Brauerei?
00:08:56: Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das auch eine Chance wäre, wo man mit geteilten Daten weiterkommt.
00:09:03: Das ist ja auch etwas was wir in diesem Podcast schon mehrfach postuliert haben.
00:09:07: Shared Data is the new oil.
00:09:10: Gerade dabei handelt es sich ja in der Tat um sensible Daten.
00:09:13: Das wissen wir auch alle.
00:09:15: die Brauereien sind nicht gerne bereit hinter Lehrgutzahlen.
00:09:19: welches Lehrguthiswo steckt auch gern wie viel Lehrgutt ist das?
00:09:23: Und da ist immer ein gewisser Vorbehalt, wie teile ich meine Daten?
00:09:26: Mit wem teile Ich meine Daten.
00:09:28: Wer kann sie benutzen?
00:09:30: und an der Stelle kann einen Datenraum mit einer klaren Governance entsprechend auch ein Vorteil sein.
00:09:36: Wie weit ist die Entwicklung der Datenräume denn tatsächlich?
00:09:40: Also es gibt ähnliche Basistechnologien.
00:09:43: also zum Beispiel zur Frage, wie kann ich den jetzt eigentlich Daten sicher bereitstellen und auch die Bereitstellung wieder beenden?
00:09:49: Und auch zum Thema Kommerzialisierung gibt es zuerst Architekturen, aber wir sind noch dabei diese Technologie zu etablieren.
00:09:55: Wenn ich jetzt an die Brauerei-Industrie denke – also man könnte da ja an viele Themen denken, die mit Rohstoffen und der Herkunft von Rohstoffe wie Hopfen z.B.
00:10:04: zu tun haben oder mit Verpackungen, mit Fragestellung zur ZWO II-Emission in der Produktionskette oder auch zum thema Leerbutrückwärtslogistik, Die Lehrgurtrückwärtslogistik ist ein sehr, sehr gutes Beispiel wie einen Datenraum da helfen kann.
00:10:20: Da sind ja jetzt viele Player involviert, der Handel ist involvierend, Dienstdarsteller die sich mit der Rückwärz-Logistik beschäftigen sind, involvieren.
00:10:28: Die Brauereien fragen sich, wie viel Lehrgut und welches Lehrgutt bekomme ich eigentlich zu welcher Zeit?
00:10:32: Und kann nicht mich darauf verlassen dass es rechtzeitig da ist wenn ich abfüllen möchte.
00:10:36: Und jeder dieser Teilnehmer hat so einzelne Daten dazu.
00:10:39: aber eigentlich kann man das Problem der Lehrgurtrückwährtslogiste nur dann wirklich lösen geteilt werden und zusammengeführt werden.
00:10:47: Und jetzt kommt das Problem, nämlich es haben die Teilnehmer, die eigentlich die Daten besitzen bisher kein wichtiges Incentive keine richtige Motivation diese Daten auch zu teilen.
00:10:59: Ja, indem Sie sagen, ich könnte die Daten teilen.
00:11:01: Aber es ist ja auffahren.
00:11:02: Deswegen mache ich das nicht.
00:11:03: und auf der anderen Seite nämlich der Brauerei fehlen halt die Daten welche Lehrgutbestände jetzt eigentlich wann zurückkommen?
00:11:08: Wenn man jetzt einen Datenraum hätte zur Lehrgurt Rückwärtslogistik, könnte er ja der Handel sagen, ja ich habe dieses und jenes Lehrgutt bei mir auf dem Hof stehen.
00:11:16: da schicke ich jetzt zurück.
00:11:17: Das teile ich auch den entsprechenden Brauereien mit und dann wissen die schon mal, welches sehr gut kommt.
00:11:22: Und dafür kriege ich von der Brauerei entsprechend eine Vergütung, die dem Wert dieser Daten ja auch entspricht, weil sie vermeiden dadurch das Verkehrbring von Neugeblas, die können sicherer planen
00:11:31: usw.,
00:11:31: d.h.
00:11:32: die Daten haben hier einen Wert.
00:11:33: aber ich kann diesen Wert heute nicht realisieren!
00:11:36: Auf der anderen Seite könnte man sich dann natürlich auch wieder fragen, welche Daten haben jetzt eigentlich Brauereien über ihre Produkte?
00:11:43: Über Nachweise, über CO-Zwei
00:11:45: usw.,
00:11:46: die eigentlich für andere aktueure Markt ein Wert haben.
00:11:49: Die dafür wir jetzt wieder bereit wären zu bezahlen?
00:11:52: Und so etwas kann man halt mit einem Datenraum gut abbilden, um eine systemische Verklemmung sozusagen aufzulösen und deswegen eignen sich Datenräume besonders gut für systemische Probleme auf einer globaleren Ebene als das jetzt die übliche Supply Chain eigentlich ist.
00:12:06: Okay es hat also nichts damit zu tun dass der Pfandwert einfach gefühlt zu niedrig ist um dazu intensivieren diese Daten heute schon auszutauschen.
00:12:14: Ja, also natürlich sind Preise ja eine wichtige Steuerungsfunktion am Markt.
00:12:18: Das ist natürlich so.
00:12:19: aber auf der anderen Seite geht es einfach darum auch effizient Daten austauschen zu können und davon sozusagen unmittelbaren Nutzen zu haben.
00:12:26: jetzt den Pfandgeld zu erhöhen wäre ja sozusagen eigentlich in den Hilfsmechanismus.
00:12:31: Eigentlich geht's da darum Daten bereitzustellen um dafür genau vergütet zu werden damit da die richtigen Anreize geschafft werden.
00:12:37: Wenn ich jetzt Brauerei bin Datenräume habe ich noch nie gehört.
00:12:42: Wie kann ich heute schon davon profitieren?
00:12:44: Oder was sollte ich heute tun, damit die später von Datenräumen profitieren können.
00:12:51: Das ist wirklich eine spannende Frage.
00:12:52: Ich meine Datenräume das hört sich nach einem jenseitigen Thema an also so in fünfzehn, fünfzehnt Jahren wird es so richtig spannend.
00:13:00: aber die Frage ist ja eigentlich, die dahinter steckt.
00:13:03: einer der Frieder Brauereien heute betrifft nämlich welche Daten haben wir überhaupt in unserer Brauerei?
00:13:09: Welche Güte haben eigentlich diese Daten?
00:13:11: Sind hier gut genug, ist die Datenqualität geeignet.
00:13:15: Sind die Daten gut genug so dass ich sie selber verwenden kann für meine eigenen Entscheidungen, für meinen eigenen Geschäftsprozesse?
00:13:22: und erfüllen auch diese Daten auf die Voraussetzung um sich irgendwann mal mit anderen Unternehmen zu teilen und dafür sogar Geld zu verdienen?
00:13:29: Und deswegen muss man das eigentlich schon heute als so eine Art Vorbereitungsprojekt betrachten.
00:13:34: Also ich meine, die digitale Transformationen vollzieht sich ja und beschleunigt sich auch.
00:13:38: Datenräume sind so ein Aspekt der relevant ist und relevant wird.
00:13:42: aber damit ich in zehn Jahren oder in fünf Jahren oder drei Jahren im Datenraum mitmachen kann, muss ich ja heute meine digitalen Hausaufgaben machen.
00:13:50: ansonsten werde ich vielleicht auch überrollt von der Notwendigkeit Datenräumen zu etablieren oder daran teilzunehmen und bin eigentlich gar nicht sprechfähig weil ich die Daten gar nicht habe.
00:13:59: Und ich sehe halt so zwei Einflugwegtouren für Datenräume in der Brauereilwirtschaft.
00:14:04: Der eine kommt aus der Regulatorik, also dass wir sagen, wir wollen die Lieferketten immer besser dokumentiert haben und wir wollen Emissionen immer besser documentiert haben.
00:14:12: Wir wollen sichere Lebensmittel haben und beweisen können, dass unsere Lebensmittel sicher sind – also über die Regulatorika könnte das kommen oder natürlich über den Handel.
00:14:22: Also nehmen wir mal eine Sekunde an!
00:14:23: Der Handel etabliert einen Datenraum Artikel, Stammdaten und für Nachweispflichten die der Handel erfüllen muss.
00:14:30: Dann wird er ja sofort seine eigenen Lieferanten verantwortlich machen entsprechende Daten auch bereitzustellen Und sie müssen in der entsprechenden Qualität ja auch da sein Um das leisten.
00:14:39: so können wir natürlich heute seine Datenqualität verbessern Heute schauen wie ich die Prozesse in den Griff bekommen und wie Ich die ERP Systeme an den Start bringe und heute Die Voraussetzungen schaffen damit gehen zu können.
00:14:52: Wir sprechen jetzt immer über einen Datenraum, der von Seiten des Handels kommt.
00:14:59: Wie sehen Sie das?
00:15:00: Sollten sich Brauereien daran beteiligen also an diesem Datenraum teilnehmen oder glauben sie dass es günstiger wäre, dass Brauerei ein eigenen Datenraum schaffen?
00:15:12: wie sehen Sie?
00:15:13: Also im jetzigen Stadion würde ich sagen, ich würde eher erwarten dass der Handel vorangeht und die Brauereien sprechfähig sein sollten.
00:15:20: Es ist im Moment ja nicht so das man eine Technologie aus dem Laden nimmt, die man dann bei sich selbst ausprägen kann sondern es sehr viel Entwicklungsaufwand doch erforderlich.
00:15:31: und ich nehme mir die Braua-Rei-Industrie als eine Wahl die stark mittelständisch geprägt ist, die auch sehr viele kleinere Brauenein umfasst, die ja so ein Transformationsprojekt eigentlich nicht vorantreiben können.
00:15:43: Und deswegen denke ich mal, kommt es eher darauf an die Voraussetzungen dafür zu schaffen.
00:15:47: Dass man da sprechfähig ist und dass man auch teilnehmen kann.
00:15:52: Die Herausforderung ist ja dann auch Unternehmensübergreifend zusammenarbeiten zu können.
00:15:56: Es gab ja auch die Podcastfolge über Supply Chain Management in der Brauerei-Industrie.
00:16:01: Daran kann man natürlich denken sozusagen, dass man die Lieferkette in der brauerei Industrie richtig digitalisiert und die Übergänge gut schafft, insbesondere auch in Richtung Handel.
00:16:11: Aber Datenräume werden auch, glaube ich deswegen wichtig werden.
00:16:15: Weil man ganz neue Kooperationen schließen kann und an ganz anderen Datenräumen teilnehmen kann.
00:16:21: Datenräum sind auch so eine Einladung nicht nur bestehende Prozesse digitaler zu machen um Daten auszutauschen sondern ein ganz neues Kooperation zu denken vielleicht auch mit Mobilitätsdienstleistern usw.
00:16:32: oder mit der Logistikwirtschaft usw.
00:16:35: und da einfach ganz neue Partnerschaften als ein neues Geschäft zu erschließen und wir auch effizienter zu werden.
00:16:41: Daniel,
00:16:41: welche Dynamik steckt denn hinter diesen Datenräumen?
00:16:45: Wie viele Daten werden da ausgetauscht.
00:16:47: Wie aktuell sind diese Datenräume?
00:16:50: Welche Schnittstellen spielen eine Rolle?
00:16:51: wie findet das statt?
00:16:52: was steckt er dahinter?
00:16:54: Das müsste schon so sein dass die Daten die ich im Datenraum teilen möchte aus dem ELP System kommen und quasi sich selber aktualisieren müssen dann werde ich immer die richtigen Daten zum Beispiel zur richtigen Charge des richtigen Produkts bereit stellen kann.
00:17:08: Da können sie ja niemand hinsetzen und sagen, okay gut ich möchte jetzt Daten irgendwie in so ein System eintragen.
00:17:13: Das muss ja per Schnittstelle funktionieren Und daraus kann man natürlich schließen dass wenn ich in ein paar Jahren im Datenräumen mitmachen will Ich heute meine ERP-Systeme Meine Datenprozesse richtig ausgestalten muss weil dann ist es relativ leicht.
00:17:28: Ja dann kann ich die Daten auch anbieten über die Datenaumsschnittställe.
00:17:32: Wenn ich das nicht mache Die Datenqualität ist schlecht und ich kann mich nicht darauf verlassen dass nicht Produktionsdaten zur richtigen Charge passen, dann habe ich ein Problem.
00:17:41: Also wir reden nicht davon das sich einmal im Monat irgendwelche Daten von vor vier Wochen hochlade sondern wenn meine Produktions-Charge meinen Hof verlässt ist es im Datenraum.
00:17:53: So ist das und eigentlich sollte man ja heute auch schon die Erwartung stellen, dass was in der Brauerei passiert im System genauso drin steht wie es passiert ist.
00:18:02: Also manchmal ist es ja auch ein former Wunsch.
00:18:04: Auch im Handel ist die Artikelstammdatenqualität nicht immer so gut, wie man sie gerne hätte.
00:18:09: Ja das ist natürlich auch so'n Dauerthema aber man muss einfach täglich daran arbeiten dass was in der Realität passiert auch im System drin ist und dass mein Berichtsfähig ist.
00:18:18: und wenn das gegeben ist dann fällt's auch sehr viel leichter am Datenraum teilzunehmen.
00:18:23: Also kann man zugespitzt sagen, wer morgen in Datenräumen mitspielen will der muss heute schon seinen ERP-System so aufräumen dass er eine gute Datenqualität hat.
00:18:32: Ich würde es ergänzen wollen auch seine Prozesse
00:18:35: oder?
00:18:36: Ja die Prozeste sowieso Dino!
00:18:38: Ja ich meine wenn die Crux bei Datenräume ist das mein Daten im sehr guter oder guter Qualität haben muss und die kommerzialisieren will müssen ja natürlich erst mal sehr gut sein.
00:18:48: Ja, und darauf sollte man sowieso hinarbeiten.
00:18:51: Also auf der einen Seite mittel- und langfristig damit mein Kooperationsfähiges im Datenraum aber auch aus ganz konkreten Erwägungen des Alltagsgeschäfts heraus muss ich doch gucken dass meine Daten richtig gut sind.
00:19:02: Und das ist ja das Schöne daran, dass es einfach so ein Zusammenwirken gibt von jetzt gut und später noch gut.
00:19:08: Ja und da sehe ich in der Brau- und Getränkebranche noch eher sinnlich viel Luft nach oben.
00:19:14: Was war ein schöner Abschluss für das heutige Gespräch?
00:19:17: Das heißt also schlussendlich, dass wir über Kooperationsfähigkeit und Kommunikationsfähigkeits der Brauereien in der Zukunft sprechen.
00:19:25: Richtig?
00:19:26: Ja so ist es!
00:19:26: Und zwar im digitaler Hinsicht.
00:19:29: Kommunikationfähigkeit heißt hier kommunikation durch Daten und durch Prozesse die digital sein müssen.
00:19:35: Und vor allen Dingen die Frage ist ja mit wem?
00:19:37: Nämlich mit den anderen Akteuren am Markt mit denen wir heute schon interagieren als Brauerei aber vielleicht auch mit ganz neuen Akteurinnen Erwartungen haben an das, was wir beizutragen haben.
00:19:48: Und auf der anderen Seite sollten wir uns auch fragen als Brauerei welche Daten benötigend denn eigentlich auch von ganz anderen Akteuren am Markt dass die uns dabei helfen würden selber besser zu werden und unseren eigenen Nachweispflichten unsere eigenen Produktions- und Touristikprozesse in den Griff zu bekommen?
00:20:04: Ja vielen Dank.
00:20:05: ich denke wir könnten hier noch sehr lange über dieses Thema sprechen aber es ist gute Tradition dass Christian das vorletzte Wort hat.
00:20:14: ja Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, vielen Dank dass ihr euch heute wieder die Zeit genommen habt unseren Podcast zu hören.
00:20:21: Wir sind wie üblich für Feedback dankbar.
00:20:23: direkt neben dran findet ihr eine Box wo ihr uns Feedback geben könnt mit uns weiter Diskurs führen könnt und auch Anregungen geben können was euch interessiert was wir in den nächsten Folgen beraten sollen.
00:20:36: Dann bleibt mir zum guten Schluss, nur noch Danke zu sagen.
00:20:40: Zum einen Dank an Sieher-Professor Bevorung aber natürlich auch an euch Dino und Christian.
00:20:46: Und ebenso an euch da draußen für euer Interesse!
00:20:49: Tschüss Servus und auf Wiederhören bis zum nächsten Mal.
00:20:51: Danke alles Gute!
00:20:52: Tschüß Servus.
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